Was war

Highlights aus den vergangenen Jahren

VII. Tag abendländischer Musik

(Dinslaken, 3. Oktober 2004, Pfarrheim St. Jakobus, Theresienstraße)

Zum siebten Mal findet in diesem Jahr der Tag abendländischer Musik statt.

Wie immer ist das Thema die Kultur, insbesondere die Musik des Mittelalters. Neben Vorträgen steht dabei vor allem die Musikpraxis im Vordergrund.

In den vergangenen Jahren haben sich dabei zwei Schwerpunkte ergeben:

  • Das Zusammenbringen der beiden – in Deutschland oft streng getrennten – Mittelalterszenen, d. h. der Bereiche Bordunmusik (Dudelsack- und Drehleierspieler) einerseits und Gregorianik (liturgischer Gesang) andererseits.
  • Der Dialog der Mittelalterlichen Musik mit anderen – insbesondere modernen – Musikformen, sowie ihre Einfügung in andere kulturelle Zusammenhänge (Architektur, Liturgie etc.).

Programm

9.30 Hl. Messe mit gregorianischem Choral
10.30 Workshop Mittelalterliches Singen
Hauptreferent ist Pater Gottfried Meier OSB, ehemaliger Scholaleiter der Benediktinerabtei Gerleve.
Je nach Zahl der Teilnehmer stehen weitere Referenten zur Verfügung, so daß eine Einteilung in Leistungs- oder Interessengruppen vorgenommen werden kann.
Der Workshop erstreckt sich über den ganzen Tag; an den anderern Angeboten kann aber teilgenommen werden.
11.30 Matinee »Die Geschichte des Gitarrenbaus und ihr Einfluß auf die Spieltechnik«
(Kurz-)Vortrag mit gespielten Musikbeispielen
Robert Niesbach, Dinslaken
12.30 Mittagessen  
14.00 Kindervortrag »Wir bauen jetzt mal ’nen Dom«
Was wir mittelalterlichen Menschen so alles brauchen, wenn wir auf dem Sportplatz ’ne prima Kathedrale bauen wollen.
Ulrich terLinden, Kirchhellen
    Jenseits von Dur und Moll – Kirchentonarten im Jazz
Magnus Singerhoff, Essen
15.00 Einführung John Coltrane
modale Skalen und religiöse Themen im Jazz
16.00 Workshop Modale Improvisation
für alle Instrumente
18.30 Vesper Mit gregorianischem Choral
ca. 19.00 Offener Abend Zusammensitzen, gemeinsam Musizieren, Zuhören
Session: Instrumente mitbringen und mitmachen

Allgemeine Angebote im Zeitraum von 10.30–18.00 Uhr:

  • Ausstellungen und Präsentationen:
    • Instrumente
    • Bücher, Schriften, Noten
    • Ostkirchliche Musik und Weihrauch (»Lobgesang«, Hamburg)
  • Kinderraum:
    • Annäherung ans Mittelalter durch Malen, Basteln, Spielen, Quiz etc. etc.
  • Dudelraum:
    • Für alle die gerade mal nicht am Programm teilnehmen wollen, aber Lust zum (gemeinsamen) Musikmachen haben.
  • Computer und Mittelalter:
    • CD-Roms und Computerspiele zum Thema
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Konzerte 2004

Wochenende,
10.–11. Juli 2004
Pont neuf singt und spielt auf dem Zitadellenfest Jülich, einem regionalen Kulturfest in einer Befestigungsanlage aus dem 16. Jahrhundert.
Samstag,
24. Juli 2004
Pont neuf spielt im Hiesfelder Hof, Dinslaken
(vgl. dazu den Pressebericht von Sina Zehrfeld)
Samstag,
18. September 2004
Pont neuf spielt zum Abschluss der Weseler Kreiskulturtage in der Burghofbühne Dinslaken.
Samstag,
18. September 2004
Gemeinsames Konzert mit dem Shanty-Chor Hiesfeld in der Stadthalle Dinslaken
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Pont neuf im Hiesfelder Hof – Pressebericht

Die Rheinische Post berichtet in ihrer Dinslakener Lokalausgabe vom 28. Juli 2004 über das Konzert von Pont neuf im Hiesfelder Hof am 24. Juli 2004.

Mit Humor und Dudelsack

Vom improvisierten »Kneipen-Blues« bis zum zarten Chanson präsentierte die Gruppe »Pont neuf« im Hiesfelder Hof ein humorvolles und musikalisch interessantes Programm

Von Sina Zehrfeld

Dinslaken. Das melodische Dröhnen des Dudelsacks, der gedämpfte, doch intensiv ins Mark gehende Klang der irischen Bodhran-Trommel, die vollkommen unterschiedlichen Charaktere verschiedener Saiteninstrumente – mal das Flirren der Mandoline, mal der satte, volle Ton des Banjos – all das konnte faszinieren. In der Gaststättenatmosphäre des Hiesfelder Hofes deuteten die drei Musiker der Gruppe »Pont neuf« an, welche Stimmungen sie mit ihrem Repertoire und ihrer instrumentalen Vielfalt beherrschen können.

»Eet Mosseltjen«, »Iss Muscheln«, forderten sie zur Begrüßung melodisch nach einer Amsterdamer Liedersammlung vom Anfang des 17. Jahrhunderts.

Musikalische Zwischenspiele machten ihre Stücke interessant. So unterbrach mal eine energiegeladene Percussion-Einlage mit Trommeln und Löffeln die weiche Melodie des französischen »Je ne suis pas«, mal hasteten Gitarren und Banjo sich aneinander aufschaukelnd in die Höhe.

Elan und Melancholie

Wesentlich prägte die Stimmung des Abends jedoch die typische Mischung aus Elan und Melancholie irischer Folksongs. Mit Songs wie »Molly Malone« oder »Star of the County Down« gaben die Musiker dabei immer wieder Kostproben ihres instrumentalen Variantenreichtums. Mal gesellten sich zu Gitarren der milchig-harte Klang der Tin-Whistle, der runde, weiche Ton des Gemshorns oder die nasale Stimme der Drehleier.

Eine große Spontaneität gehörte zum Programm. Mal diskutierten die Musiker mitten im Lied das Tempo aus: »War jetzt ein bisschen langsam, oder?«, stimmten ein paar nervöse Takte »Für Elise« an und entlockten den Zuhörern auf Handzeichen Zwischenrufe. Sie improvisierten den »Kneipen Blues« mit so typischen Bluesinstrumenten wie der heiter zwitschernden »Nose-Pipe«, Maultrommel, Mundharmonika und erdbeerförmigen Rhythmus-Ei. Auf Deutsch sangen sie in fröhlicher Doppelbödigkeit mit schwarzem Humor: »Schock, schwere Not, mein Eheweib ist tot, wer flickt mir jetzt die Socken und wer kocht mein Abendbrot?«

In völlig andere Stimmung versetzten sie die Zuhörer dann wieder mit Stücken wie dem jiddischen Titel »Zhan Koje«. Da nahmen sie mit mitreißendem Temperament gefangen, sangen erzählend, sprechende Blicke ins Publikum geheftet.

Entrückender Rhythmus

Sie präsentierten die Zartheit des Chansons »Dans l’eau de la claire fontaine« zur Gitarre, sangen schwärmerisch-säuselnd auf makedonisch oder ließen ihre Stimmen im spanischen Gesang harmonisch zusammen fließen, während die Trommel in den Bann eines entrückenden Rhythmus zog.

(Erschienen in der Rheinischen Post vom 28. Juli 2004, Dinslakener Lokalteil C 2.)

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Konzerte 2003

Donnerstag,
1. Mai 2003
»Bella ciao« – Auftritt von Pont neuf auf der zentralen Maikundgebung im Dinslakener Burgtheater
Samstag,
28. Juni 2003
Konzert zum Jahr der Bibel mit Pont neuf in Engelskirchen-Osberghausen
Freitag,
12. Dezember 2003
Pont neuf bei der »Nacht für die Kunst«, eine Solidaritätsveranstaltung zur Rettung der Landestheater in Nordrhein-Westfalen
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»Ach wie vor ...« – אח ווי פאר

Jüdische Musik und mehr mit Pont neuf am Sonntag, den 10. November 2002 um 19.00 Uhr in der Evangelischen Kirche, Dinslaken-Bruch, Wilhelminenstraße.

Die bekannte Dinslakener Folkgruppe Pont neuf präsentiert an diesem Abend Melodien und Texte aus drei Jahrtausenden. Immer der Geschichte des jüdischen Volkes nach führt uns unser Weg von den hebräischen Befreiungsliedern der Pessachhaggada, über jiddische Volkslieder hin zu Jazzklassikern.

Den Schwerpunkt bildet dabei die Folklore, in der die jüdische Musik in ihrem Umfeld dargestellt wird, vom Balkan bis in die Provence. Ein interessanter Teil des Programms ist unter anderem auch der Versuch, die jüdische Musik des zweiten Tempels, d. h. zur Zeit Jesu zu rekonstruieren.

Das ganze wird dargeboten auf verschiedensten Instrumenten, deren Bogen sich von Gitarre und Mandoline bis hin zum Balkandudelsack erstreckt.

Fern von falscher Betroffenheit soll dabei das lebensbejahende der jüdischen Musiktradition im Zentrum stehen.

Le chajim – auf das Leben – לחיים

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Konzerte 2001

Freitag,
2. Februar 2001
Jubiläumskonzert »5 + 5 = 10 Jahre Pont neuf und Nameless« im ND-Heim, Dinslaken
Dazu gibt’s auch einen Pressebericht!
Sonntag,
16. September 2001
Zum letzten Mal: »Erster Eppinghovener Folkfrühschoppen« mit Pont neuf in der Gaststätte Freesmann, Dinslaken-Eppinghoven
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Pont neuf im ND-Heim 2001 – Pressebericht

Die Rheinische Post berichtet am 5. Februar 2001 in ihrer Lokalausgabe Dinslaken über das Jubiläumskonzert von Pont neuf im ND-Heim Dinslaken.

Eine Feier mit vielen guten Freunden

Von Heinz Schild

Dinslaken. Ein Konzert der Folkgruppe »pont neuf« ähnelt immer einer Feier mit guten Freunden. Das Publikum weiß, was es erwartet, kennt die meisten Stücke, freut sich auf die Anspielungen und Sticheleien des Trios und ist trotzdem immer wieder von den Einfällen der Gruppe überrascht. Gegen Ende des Auftritts findet sich der ein oder andere Zuhörer plötzlich mit einem Instrument in der Hand unter den Musikern wieder. Thomas Baumann, Volker B. und Stefan Lücking, die ihre Gruppe nach der ältesten Brücke von Paris benannt haben, sind eben immer für Überraschungen gut. Das bewiesen sie beim Konzert anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Band im ND-Jugendzentrum, das am Freitag Abend zur einer Jahreshauptversammlung der musischen Interessengemeinschaft »pont neuf« geriet. Ihre Zuhörer nahmen Sie mit auf eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte, machten nicht nur in Deutschland Station, sondern auch in Schottland, Frankreich, Mazedonien und England.

Folkloristisches Liedgut, französische und italienische Chansons, Gedichte und literarische Exkurse, lebensbejahende Trinklieder, kurze Anekdoten aus der fünfjährigen Bandgeschichte und immer mal wieder kleine Einlagen von Stefan Lücking als Ausdruckstänzer sorgten für einen kurzweiligen Abend. Und wie es sich für eine Jahreshauptversammlung gehört, fehlte auch der Festredner nicht. Im schwarzen Rock des Kirchenmannes erschien Canonicus Terlinden und stellte die moraltheologische Frage, ob das Fünfliniensystem eine Antwort auf Rinderwahnsinn und Atomtransporte sei? Da er allerdings die Antwort schuldig blieb, griff er zum Dudelsack und stimmte fröhlich mit ein ins Trinklied »Sieben Tage lang«.

Ein musikalisches Kontrastprogramm zu »pont neuf« bot die Gruppe »Nameless«. Die fünf Namenlosen um Sänger Giuseppe Juliano haben sich der leisen Töne verschrieben und begeisterten die Zuhörer mit gefühlvollen Balladen. Den Titel »Tears in heaven« von Eric Clapton widmete die Band den vom Erdbeben betroffenen Kindern in Indien.

Zu später Stunde erschien Bürgermeisterin Sabine Weiss. Sie stieg auf die Bühne, nahm sich eine Gitarre und sang davon, dass, wenn irgendwo eine Tür zufalle, sie mit Sicherheit die Finger drin habe.

Nicht nur beim Finale konnten die Zuhörer, die sich mit viel Applaus bei den Musikern bedankten, kräftig mitmachen.

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Pont neuf – Geburtstagskonzert im ND-Heim

»Le Pont-neuf«, die »neue (!) Brücke«, wird die älteste (!) Brücke der französischen Hauptstadt genannt!

»Pont neuf« ist auch der Name der dreiköpfigen Folkband, die sich mittlerweile durch diverse Auftritte in der näheren und weiteren Umgebung Dinslakens einen Namen gemacht hat.

Seit nunmehr 5 Jahren präsentieren die drei Niederrheiner aus Dinslaken und Moers mit viel Spielfreude ihre Musik »aus 7 Jahrhunderten« in – wie sie stets ankündigen – »7 Sprachen, auf mindestens 17 verschiedenen Instrumenten«.


… und so ist es denn auch:

Wer schon einmal ein Konzert besucht hat, weiß wie es klingt, wenn bei Pont neuf der niederrheinische »Hühnerpicker« lospickt, der »Rummelpott« rummelt oder die Löffel lieblich läuten. Begleitet von Drehleier, Dudelsack, Laute und vielen anderen Musikinstrumenten erklingt die Musik der fahrenden Sänger des Mittelalters ebenso, wie französische und italienische Chansons, makedonische und schottische Folklore oder aber deutsche Volksmusik, wie man sie im Musikantenstadl wohl nie zu hören bekommt: nämlich echt !
Die sympathischen Auftritte der drei Musikanten münden fast immer in einen – oft etwas chaotischen – Klangteppich, wenn die Zuhörer zu Mitmachern werden und irgendwelche Instrumente in die Hand gedrückt bekommen, auf denen sie dann mehr oder weniger erfolgreich am Geschehen teilnehmen können. Nicht nur Kinder haben ihren Spaß dabei! Den Kontakt mit Tonabnehmern, Verstärkern und anderer trennender Technik haben Pont neuf bislang erfolgreich zu vermeiden gewusst. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie am liebsten nicht weit oben auf irgendeiner Bühne sondern mitten in ihrem Publikum, auf der Straße oder in der Kneipe spielen.
Und wenn dort die Stimmung stimmt, dann wird auch gezaubert, Ausdruckstanz getanzt oder der ein oder andere Zuschauer auf nette Art und Weise hochgenommen. Regelmäßiger Bestandteil der Konzerte ist aber stets die »lyrische Abteilung«, in der gern mal Gedichte von Villon oder Heine auf »noch'n Gedicht« von Erhardt treffen.

Anlässlich eines Unplugged-Konzertes im ND-Heim im Jahr 1996 fanden sich das Dinslakener Folk-Urgestein Thomas Baumann, Volker B. und Stefan Lücking zusammen und Pont neuf in seiner heute immer noch aktuellen Besetzung wurde gegründet.

Zwischenzeitlich führte sie der gemeinsame musikalische Weg bereits zu Konzerten nach Italien, diversen Musik- und Kulturfestivals in Deutschland und zuletzt sogar ins Radiostudio nach Köln, wo sie gemeinsam mit Freunden ein zweistündiges Mittelalterprogramm präsentierten.


Am 2. Februar 2001 werden Pont neuf zusammen mit den Bluesrockern der Dinslakener Coverband »Nameless«, die ebenfalls bei dem Konzert vor fünf Jahren ihre Bühnenpremiere erlebten, ihren »10ten« mit einem gemeinsamen Geburtstagskonzert im ND-Heim an der Beethovenstraße (!) feiern.

Das Konzert der beiden Bands beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt kostet 7.– DM.

Weitere Infos gibt’s im Internet unter: www.pontneuf.de

Konzerte 1999

Samstag,
15. Mai 1999
Pont neuf spielt auf dem »Drehleier- und Dudelsackfestival« in Lißberg
Sonntag,
5. September 1999
Konzert von Pont neuf in Uelzen
Sonntag,
19. Dezember 1999
Zum ersten Mal: Folk am Fierten … Vorweihnachtsfrühschoppen mit „Folk Fom Feinsten“ – Pont neuf spielt bei Hennes, Gaststätte Holtbrügge; Dinslaken
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